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Von wegen Schlaraffenland – Warum wir in Wahrheit in einer Mangelgesellschaft leben

Mangelgesellschaft

Ach, was geht es euch gut! Der Kühlschrank ist voller Lebensmittel, im Kleiderschrank hängt die neueste Kollektion, in der Designerhandtasche liegt das neueste iPhone, das ihr dank Alexa auf dem Wohnzimmertisch nicht mal selbst bedienen müssts. Abgesehen von ein paar Luxusproblemchen fehlt es euch doch an nichts. Oder?
So ein Schmarrn, sag ich! Uns allen fehlt es an verdammt viel. So viel, dass ich behaupte, wir leben in einer Mangelgesellschaft.

Die Sehnsucht hinter der Fassade
In meiner Meinung werde ich immer wieder bestärkt. Ich begegne in meinen Vorträgen und Coachings extrem vielen Menschen. Und alle haben massive Mängel – nicht nur an Bewegung und an gutem Essen. Auch emotional. Gerade in der High Society und der Showbiz-Szene erlebe ich das öfter: Die Stars und Sternchen sind top gestylt, super geschminkt und leben offensichtlich einen beneidenswerten Lifestyle. Aber wie es in ihnen drinnen aussieht, merkts ihr erst, wenn ihr euch ein paar Minuten in Ruhe mit den Menschen unterhaltets. Da wird eine Sehnsucht nach ganz verschiedenen Dingen spürbar: nach Natur. Danach, nicht immer top aussehen zu müssen. Nach Entspannung. Nach Freude. Nach hemmungslosem Lachen. Nach echten, tiefen Freundschaften. Nach Liebe. Geborgenheit. Spaß. Und nach ganz viel mehr.
Diese Sehnsüchte haben natürlich nicht nur Menschen aus dem Showbiz. Auch von Freunden, Bekannten und Kunden weiß ich, dass sie in diesen Bereichen alles andere als im Überfluss leben. Da herrscht eher ein Engpass. So wie bei uns allen. Willkommen in der Mangelgesellschaft!

Haben ohne Sinn
Vielleicht fragts ihr euch, wie das denn sein kann: Wir haben so vieles im Überfluss und leben trotzdem im Mangel?! Ja! Weil es uns eben an den wirklich wichtigen, wesentlichen Dingen fehlt. Allen voran: Zeit. Habts ihr wirklich genug Zeit? Habts ihr zu viel Zeit für eure guten Freunde, eure Familie, für Bewegung in der Natur, für Sport, für die Pflege eurer Beziehung?
Wenn eure Antwort immer ein klares Ja ist: Wow, Gratulation! Aber ganz ehrlich: Ich glaub’ das nicht. Wie viel Zeit nehmts ihr euch denn nach Abzug von Arbeit und sonstigen Verpflichtungen wirklich für euch? Dafür, mal euren Gedanken, Träumen, Bedürfnissen nachzugehen? Mal Ideen zu spinnen? Mal nichts zu tun? Oder wie oft nehmts ihr euch Zeit, Dinge zu tun, die euch wichtig sind, statt immer nur darüber zu reden? Zeit für die Renovierung, für das Buch, das ihr im Urlaub angefangen habts, für die Aussprache mit dem Freund, für den Tag am See oder was ihr sonst noch aufschiebts.
Viele Menschen haben meiner Meinung nach auch einen Mangel an Humor. Wie oft am Tag lachts ihr? So richtig echt und ungezwungen? Es fehlt auch an guten Gesprächen mit Kollegen, Freunden oder auch mit Fremden. Und trotz Beziehung, trotz der ganzen Internetfreunde: Mit wie vielen Leuten könnts ihr euch bedenkenlos treffen, wenn es euch mal dreckig geht?

Nehmts die Mangelgesellschaft ernst!
Das mit dem Mangel ist nix, was nur so a bisserl was ausmacht. Ich bin überzeugt: Wenn ihr eure Mängel behebts und euch darum kümmerts, dann lebts ihr glücklicher. Deshalb überlegts euch doch beim nächsten Mal: Brauchts ihr die neuen Klamotten, die neue Geschmacksrichtung beim Joghurt, das neue Fortbildungsseminar wirklich? Umgebts ihr euch mit Leuten, die euch guttun? Wenn ihr Menschen um euch habts, die ihr wirklich mögts und die euch mögen, dann seids ihr erfüllt von dieser Begegnung. Alles andere ist überflüssig.
Fülle entsteht nicht durch eine besonders große Auswahl, sondern sie entsteht, wenn ihr etwas habts, was ihr wirklich wollts. Etwas, das euch wirklich guttut. Denn das macht den Unterschied zum Überfluss aus.

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